das gerSCh*- project

 

 

 

Zeichen für:

 

Kreativität als Prozess

(Alfred North Whitehead)

 

gerSch*s Atelier Sommer 2018
gerSch*s Atelier Sommer 2018

Die Welt fühlen

 

 

„Weißt du etwas von der Welt, die dich umgibt?“, fragte er.                                            

„Ich weiß alles Mögliche“, sagte ich.                                                                             „Ich meine, fühlst du überhaupt die Welt, die dich umgibt?“                                               „Ich fühle so viel von der Welt, wie ich nur kann!“                                                          „Das ist nicht genug! Du musst alles fühlen, sonst verliert die Welt ihren Sinn!“

 

(Don Juan zu Castaneda)

 

gerSCh*  2020  aus der Serie Weiß-Feld-Studien  "Higher Spirits"  Öl auf Polyestertuch
gerSCh* 2020 aus der Serie Weiß-Feld-Studien "Higher Spirits" Öl auf Polyestertuch

Sein Selbst fühlen

 

„Weißt du etwas über die Welt, die in dir ist?“                                                                      „Ich weiß alles Mögliche. Halt was man über sich selbst so wissen kann.“                                 „Ich meine, fühlst du überhaupt  die Welt, die in dir ist?“                                                    „Ich fühle so viel davon, wie ich nur kann!“                                                                        „Das ist nicht genug! Du musst alles fühlen wollen.                                                        Sonst verlierst du dein Selbst, und dein innerstes Dasein seinen Sinn!“

 

(in Anlehnung an Don Juans Statement)

 

 

gerSCh*   Programm kosmisch (Von der Fülle und Frische des Spiels von RAUM und ZEIT)  2020  Öl auf Venyl  180x180cm
gerSCh* Programm kosmisch (Von der Fülle und Frische des Spiels von RAUM und ZEIT) 2020 Öl auf Venyl 180x180cm

Die Welt ist umfassend lebendig.

 

Überall ist Leben.

Wir sind umgeben von tosendem Leben.

Alles  brodelt von Leben, alles atmet Leben, der Raum lebt, die Zeit lebt.

Die Zeit ist nicht tot! Sie ist keine tote Erstreckung!

Der Raum ist auch keine tote Erstreckung!

 

Der Raum ist lebendig.

Er ist sozusagen die Weltseele.

 

(Jochen Kirchhoff, Philosoph, im Gespräch mit Gunnar Kaiser)

gerSCh*s Werk: Erzählungen der Kraft

 

 

In der Interaktion von gestalterischem Denken und intuitivem Akt entsteht ein spannungsvolles Geflecht malerischer Ereignisse.

Linie, Farbe und Form als wesentliche Ursachen-Faktoren der Bildes lassen im Zusammenspiel dynamische Netzwerke koexistierender und frei kooperierender Kräfte sichtbar werden.

Die Erfahrungsaugenblicke der gestalterischen Akte interagieren dabei möglichst

unmittelbar auf die Strukturen des bereits Vorhandenen.

 

Das Bild wächst wie eine Pflanze.

 

Im diesem Spiel wechselseitiger Abhängigkeiten ist jedes Ereignis gleich wertig und gleich wichtig.

 

Aus der Unmittelbarkeit dieser Prozesses entstehen Bildwelten aus der unmittelbarren Dynamik des kreativen Aktes.

Urformen und Bildmuster im Sinne archaischer Spiritualität sind Ideenträger dieser

Malerei.

 

Das Wissen um die energetische Natur der Bildebene verleiht dieser Malerei ein ganz eigenes Gepräge. In der Übertragung auf die Fläche werden Raum und Zeit zum unmittelbaren Ereignis. Sie werden als lebendige Tatsachen erfahrbar.

 

Vergleichbar mit Musik, findet das gelungene Bildwerk seine Erfüllung in der Stimmigkeit

eines organisch Gewachsenen.

In seiner Verkettung von Vergangenheit und Gegenwart trifft uns der Blick des Bildes.

 

Die Zeit danach ist jetzt.(Zitat Jochen Kirchhoff)

 

 

 

Didaktisches Konzept:

 

1) Gestalterisches Denken:   

    

      - Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Bildmedium selbst.

      - Entwicklung einer Grammatik der Bildsprache.

      - Flächigkeit der Bildebene, Punkt und Linie, (flächige) Form, Hell und Dunkel, Farbe         etc. sind wichtige Faktoren der Bildsprache.

      - Erfahrung der komplexen Wirkungsweisen dieser Faktoren in der praktischen

        Umsetzung der Bildgestaltung.

      - Komposition als Vielheit in der Einheit, als rhythmisches Ganzes.

 

 2) Kreatives Wissen:

 

- Grenzen überschreiten; sich auf Neues einlassen; Begegnung mit dem Unbekannten - Intensitätserfahrung: Gefühle der Euphorie, der Unsicherheit, der Enttäuschung, 

  des Frusts

- Intensität (gleichgültig welcher Art) als Erfahrung des Selbst

- Integration dieser Erfahrung ins bisherige Ich-Bild; 

- Wissensdurst

- Zeitmanagement; Vertiefung dieser Erfahrungsebene

 

                                          

 

    

gerSCh*s Umgebung, Urformen des Alltags.   Frühjahrstimmung im BOT.
gerSCh*s Umgebung, Urformen des Alltags. Frühjahrstimmung im BOT.
Lido di Volano, SportsBar
Lido di Volano, SportsBar

 

Nucleus

 

Darauf kommt es an.

 Dass man Kunst erlebt.

Dass man sie fühlen kann.

 

Weiß man, worauf es ankommt,

verändert sich  der Blick.

 

Man geht anders ans Bild heran.

Man nimmt anders wahr.

 Man öffnet sich leichter dem,

 was ist und

 begegnet gelassener

dem Blick des Bildes.

 

Man stellt andere Fragen:

 

Wem wird diese Kunst helfen?

Wessen Leben wird sie verbessern?

Macht sie Sinn? Und

weshalb?

 

Geht es um Perfektion oder

gibt es andere Ziele?

 

Kreativität ist Glück, aber

kein Zufall.

 

Deshalb beabsichtigt der Künstler den Glückstreffer:

Er tritt in Kontakt mit seinem innersten Sein.

Er betrachtet die Welt als Herausforderung.

Er verbündet sich mit dem Zufall.

 

Auf dem Weg zum

GROSSEN JA!

scheitert er tausendmal.

Er nimmt sich alle Zeit der Welt

für das Eine,

das Ziel seiner Sehnsucht,

für die Mitte des Lebens.

 

 

"Kreativität als Prozess"